Mehr Licht in der Küche wünschen sich viele Frauen. Zum Beispiel Rita Moser: Ihre Küche wirkte trist, als ich den Raum in Augenschein nahm. Eine geschlossene, dunkelbraune Küche, dazu dunkle Böden, und durch das kleine Fenster drang nur wenig Tageslicht. Rita Moser beklagte sich nicht nur über die düstere Atmosphäre, sondern auch über den umständlichen Weg von der Küche ins Wohnzimmer, der durch ein riesiges Cheminée behindert wurde.

Der Wunsch war klar: Eine helle, freundliche Küche, die gut zugänglich ist und mit einer optimalen Platzausnutzung. Zum Glück hatte das Ehepaar selbst die Idee, dass das alte graue Cheminée raus musste. Das war schon mal ein Anfang.

Jetzt galt es, die Situation rund um die Küche genau zu analysieren und die Möglichkeiten durchzuspielen. Die Wand zum Esszimmer wurde durchbrochen. Ich platzierte dort eine kleine Bartheke, die eine gewisse Abtrennung darstellt, gleichzeitig aber auch einen guten Durchgang gewährt und das Licht fliessen lässt. Über der Theke schlug ich ein freihängendes Holztablar mit integrierter Beleuchtung vor. Die Hausfrau wollte über der Theke zuerst Kästli, aus Angst, zu wenig Stauraum zu haben. Doch damit hätten wir dem Raum kostbares Licht geraubt – und Stauraum konnte ich ihr mit kompakten Schubladen genug bieten.

Die neue Theke wirkt chic und modern, verbindet die Küche mit dem Esszimmer und ist doch so gestaltet, dass die Gäste zwar mit der Köchin reden, ihr aber doch nicht gleich in die Töpfe schauen können.

Beim Fenster konzipierte ich einen aussergewöhnlichen Beleuchtungshimmel, der die Arbeitsflächen optimal ausleuchtet. Übrigens: Für elektrische Leitungen muss die Decke selten aufgespitzt werden. Wir verlegen die Kabel schön versteckt in der Küchenkonstruktion.

Für eine optimale Abluft entschieden wir uns für einen freihängenden Dampfabzug aus Chromstahl. Dieses Material ist sehr im Trend und bringt Leichtigkeit in den Raum. Die hellen Küchenfronten mit feiner Holzstruktur wirken frisch und edel – und um einen spannenden Akzent zu setzen, gestalteten wir die Arbeitsflächen in einer Kontrastfarbe. Die Spiegelrückwand ist ein bewährtes Detail aus der Trickkiste, um die Küche heller und grösser wirken zu lassen und ist gar nicht so heikel, wie man immer denkt.

Eine weitere Möglichkeit, noch mehr Licht in die Küche zu bringen, sah ich beim Kücheneingang: Wir ersetzten die Küchentüre durch eine Glasschiebetür; das bringt Transparenz, spart Platz und vereinfacht die Wege zur und aus der Küche.

Rita Moser ist begeistert von der neuen Küche, die voll und ganz ihren Wünschen entspricht. Und die neue Leichtigkeit und Helligkeit inspiriert sie als Köchin jetzt noch mehr zu wahren kulinarischen
Höhenflügen.

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